Unternehmen für Mädchen 2.0

 

Im Folgeprojekt von Unternehmen für Mädchen gilt es jene Branchen in Kärnten und Osttirol zu stärken, deren Anteil an weiblichen Lehrlingen unter 30% liegt.

Einerseits wird es ca. 30 Lehrlingsausbilder/innen ermöglicht eine Weiterbildung zu besuchen, um die Kompetenzen im Bereich Gleichstellung und Gleichbehandlung aufzubauen und zu stärken.

Weiters haben 10 Unternehmen die Möglichkeit eine Beratung und Begleitung in Anspruch zu nehmen, um für weibliche Lehrlinge attraktiv zu sein, und um innerbetrieblich diese Attraktivität für Mädchen zu leben.

Die regionale Verankerung des Projektes sieht vor, für Unternehmer/innen, für Ausbilder/innen und für Lehrlinge eine Plattform für Erfahrungsaustausch zu installieren und so das Thema Gleichstellung nachhaltig in der Kärntner Wirtschaft zu verankern.

Projektdauer: 1. September 2019 bis 31. August 2021

Fördergeber: Bund

Gefördert im Rahmen der betrieblichen Lehrstellenförderung mit Unterstützung von:

 

Das Projekt UfM 2.0 ist regional in Kärnten und Osttirol wirksam und hat zum Ziel den Zugang von jungen Frauen in jene Lehrberufe, in denen der Anteil weiblicher Lehrlinge unter 30% liegt zu verbessert.

 

Unternehmen für Mädchen 2.0 richtet sich in erster Linie an KMUs. Damit sollen jene Unternehmen, für die das Thema Geschlechtergerechtigkeit die größte Herausforderung ist, unterstützt werden.

 

Gerade der Fachkräftemangel ermöglicht Unternehmen aus traditionell männlichen Branchen, auch für junge Frauen einen attraktiven Lehrplatz anzubieten.

Unternehmen, auch in ländlichen und kleinstädtischen Regionen nehmen zunehmend weibliche Lehrlinge auf. Ausbilder/innen stehen mit ihren Fragen, ihren Vorannahmen und mit so mancher Herausforderung alleine da.

 

Die Erfahrung aus dem Vorprojekt Unternehmen für Mädchen hat gezeigt, dass jene Unternehmen, die vorrangig junge Männer ausbilden, vor ganz neuen Herausforderungen stehen, wenn sie sich entschließen auch junge Frauen auszubilden. Manche Ausbilder/innen betreten sogar ein Neuland in der regionalen Arbeitswelt.

Unbedachte Aussagen und Handlungen erschweren jungen Frauen den Zugang zu diesen Lehrberufen. Jugendliche reagieren sehr sensibel auf Bevorzugungen und Benachteiligungen. Schlüssige Informationen und Bewusstmachung ist auf einer individuellen Ebene erforderlich, um die Jugendlichen eine ideale Ausbildungssituation zu ermöglichen.

 

Aber auch während der Lehre gibt es Herausforderungen für die Unternehmer/innen. So ist die größte Gefährdung den Lehrplatz zu verlieren oder die Lehre vorzeitig zu beenden derzeit bei jenen Jugendlichen, die in „untypischen“ Lehrberufen eine Berufsausbildung erlernen, zu finden.

Es zeigt sich, dass gerade junge Frauen, die sich für einen nicht-traditionellen Beruf entschieden haben, bei Schwierigkeiten mit ihrer Lehrstelle dazu neigen, entweder die Lehre abzubrechen oder nach der Lehre einen Berufswechsel vorzunehmen. Damit gehen wichtige Potenziale für die Unternehmen verloren.

Somit gehört es zu den großen Aufgaben im Unternehmen die weiblichen Lehrlinge einerseits zu gewinnen und andererseits die Fachkräfte zu halten.

 

EB projektmanagenent GmbH ist die Trägerin des Projektes und greift auf die Erfahrungen aus diversen Vorprojekten zurück.

Wir legen daher insbesondere Wert, den kleinen Unternehmen niederschwellig einen Zugang zu den Erkenntnissen der Gleichbehandlung näherzubringen, um ihnen dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen.

Es ist jedoch auch sinnvoll Großbetriebe in die Weiterbildungen und in die Betriebs- und Vernetzungsarbeit miteinzubeziehen, da die Synergien durch unterschiedliche Erfahrungsräume vergrößert werden können.

Gemeinsam mit einem Expertinnen –Team rund um Elke Beneke, wurden folgende Maßnahmen entwickelt, die bis August 2021 umgesetzt werden sollen.